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FILMTALK 60plus: Dann passiert das Leben


Im FILMTALK 60plus diskutieren wir den Film „Dann passiert das Leben“ von Neele Vollmar – ein still erzähltes Drama über Hans und Rita, die nach über 35 gemeinsamen Jahren zwar ein Zuhause teilen, aber kaum noch Verbindung zueinander spüren. Zwischen Routinen, Schweigen und festgefahrenen Rollen entsteht ein Alltag, der mehr Abstand als Nähe kennt. Als ein nächtlicher Unfall mit tödlichem Ausgang alles aufreißt, geraten Schuld, Trauer und Angst an die Oberfläche und setzen auch die bevorstehende Pensionierung als Wendepunkt unter Druck. Zentrale Meinung der FILMTALK-Runde war: Der Film ist mal stärker, mal schwächer gelungen, greift aber die Herausforderungen rund um den Renteneintritt auf eine wichtige, treffende und realistische Weise auf.


Pension – und jetzt?

Hans wird als frisch pensionierter Schuldirektor gefeiert, Rita dagegen wirkt unerfüllt und unversöhnt mit ihrem Lebensweg. Der gemeinsame Sohn Tom ist längst ausgezogen, das Haus ist still, der Alltag eingespielt. Was nach Ruhe aussehen könnte, kippt jedoch in Unbehagen. Statt Vorfreude auf gemeinsame Zeit breiten sich Unsicherheit und eine leise Angst aus: Was bleibt, wenn die Arbeit als Abstandshalter wegfällt? Rita hält an dem fest, was sie kennt. Veränderungen blockt sie ab, als wäre jede Abweichung ein Angriff auf die fragile Ordnung.

Dann kommt es in einer Nacht zu dem Unfall: Rita sitzt am Steuer, ein Mann stirbt. Dass er stark alkoholisiert war, mindert für sie nichts – im Gegenteil, die Schuldgefühle werden zum dominierenden Zustand. Sie sucht nach Wegen, das Unfassbare einzuordnen, während Hans eher nach vorn will, weg aus der Schwere, hinaus aus dem Stillstand. Zwischen diesen gegensätzlichen Reaktionen gerät die Beziehung endgültig unter Druck. Der Film folgt dieser Zerreißprobe konsequent. 


Das FILMTALK-Gespräch – Sympathien, Sprachlosigkeit und Kontroverse

Nach der kurzen Einführung durch das Team von FILMTALK 60plus führte Christa Jordan durch die Runde. Die Diskussion löste sich schnell von der reinen Inhaltswiedergabe und ging in Fragen über, die der Film fast zwangsläufig aufwirft: Wie entsteht Entfremdung über Jahre? Warum bleibt man, obwohl man sich kaum noch erreicht? Und was macht es mit einem, wenn ein Paar erst durch ein Unglück wieder ins Fühlen kommt?

Auffällig war, wie stark die Sympathien wanderten. Einige Teilnehmende waren zu Beginn klar auf Ritas Seite: als verletzte, betrogene, übergangene Frau. Im Verlauf kippte das bei manchen – Rita wurde als diejenige beschrieben, die ihre Unzufriedenheit in Kritik und Daueranklage übersetzt, während Hans in der zweiten Filmhälfte differenzierter und zugewandter wirkte. Andere hielten dagegen: Gerade Ritas Härte sei auch als Schutzpanzer lesbar, hinter dem sich Einsamkeit und Selbstentwertung verbergen.

Emotional am häufigsten benannt wurden zwei Dinge: die Sprachlosigkeit und die Einsamkeit. Mehrere Beiträge beschrieben das Schweigen als kaum auszuhalten, fast körperlich bedrückend – und gleichzeitig als erschreckend realistisch. Besonders eindrücklich fanden viele, wie der Film diese innere Kälte über Räume und Details spiegelt: das dunkle Haus, die Rollläden, das „Gefangensein“ im Alltag. Einzelne Szenen wurden als Wendepunkte hervorgehoben: das gemeinsame Sitzen vor dem Haus, der Tanz, und vor allem Hans’ Satz, er hätte lieber selbst den Unfall verursacht – für einige ein stiller, radikaler Ausdruck von Liebe und Mittragen.

Kontrovers blieb das Ende. Auch dramaturgisch gab es Kritik: Manche empfanden bestimmte Szenen als „gesetzt“ oder unlogisch und wünschten sich mehr Hintergrund zu Rita und zur Beziehungsgeschichte. Unterm Strich blieb dennoch die gemeinsame Einschätzung: Der Film ist unbequem, aber gerade dadurch ein starker Anlass, über Beziehungsmuster, Altern, Rollen und das zu späte Sprechen nachzudenken.


 Ein Film, der nacharbeitet

In der FILMTALK-Runde blieb vor allem eines hängen: wie nah „Dann passiert das Leben“ an Erfahrungen heranrückt, die viele aus dem eigenen Umfeld kennen. Hans und Rita wurden nicht als „gute“ oder „schlechte“ Figuren gelesen, sondern als zwei Menschen, die sich über Jahre aneinander verhärtet haben – und erst durch einen Schock wieder in Kontakt mit dem kommen, was darunter liegt: Angst, Einsamkeit, Schuld, Sehnsucht nach Nähe. Im Blick aufs Älterwerden traf das Thema einen Nerv: der Übergang in den Ruhestand, die Frage nach Sinn und gemeinsamer Zukunft, aber auch die bittere Erkenntnis, wie leicht man sich in Routinen einrichten kann, die Beziehung jedoch nicht mehr erreicht. Der Film wurde weniger als runde Auflösung wahrgenommen, sondern als Anstoß zum Nachdenken. In der Abstimmung erhielt er überwiegend 3 von 5 Kameras

⭐⭐⭐☆☆ (3 von 5 Kameras)


Österreich-Deutschland 2025, Drama, 123 Min., 
Regie: Neele Vollmar DarstellerInnen: Anke Engelke, Ulrich Tukur, u.a..

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Ein herzlicher Dank gilt allen Gesprächsgästen des FILMTALK 60plus, deren persönliche Erfahrungen, kritische Einschätzungen und Offenheit den Austausch an diesem Nachmittag geprägt und vertieft haben.


🎬 Moderation: Christa Jordan 

🎙️ Organisation: Sabine L. Distler (Curatorium Altern gestalten) & Gäste 


📽️ Mehr zu zukünftigen Filmtalks auf:
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FILMTALK 60plus: Ich will alles. Hildegard Knef


Im Rahmen unseres FILMTALK 60plus haben wir den Dokumentarfilm „Ich will alles. Hildegard Knef“ von Luzia Schmid besprochen – ein filmisches Porträt einer Frau, die sich konsequent jeder Einordnung entzieht. Der Film lässt Hildegard Knef selbst zu Wort kommen und zeichnet ein Leben zwischen Weltstar und Ausgegrenzter, zwischen künstlerischem Ehrgeiz, öffentlicher Projektion und persönlicher Verletzlichkeit. Im Zentrum stehen Fragen nach Identität, Selbstbehauptung, dem Preis von Offenheit und dem Durchhalten in einem Leben, das von Angriffen, Sucht und Krankheit geprägt ist.

Der Film – Leben im Widerspruch

Im Mittelpunkt steht kein geschlossenes Lebensnarrativ, sondern ein offenes, widersprüchliches Selbstporträt. Gezeigt wird eine Künstlerin, die früh berühmt wird, scheitert, neu beginnt, provoziert und sich immer wieder der Öffentlichkeit aussetzt. Kriegserfahrungen, der Skandal um Die Sünderin, Hassbriefe, literarische Erfolge, schwere Krankheit, Sucht und Überforderung stehen gleichberechtigt neben Bühnenmomenten, Applaus und künstlerischer Selbstbehauptung. Der Anspruch, „alles“ zu wollen, erscheint dabei nicht als Pose, sondern als existenzielle Haltung: alles erleben, alles sagen, alles riskieren. Antworten liefert der Film nicht, aber er zeigt ein Leben in permanenter Spannung.


Das FILMTALK-Gespräch – Faszination, Ambivalenz und Erinnerung

Sabine L. Distler vom Curatorium Altern gestalten eröffnete das Gespräch und übergab Moderatorin Christa Jordan die Diskussion, die sich rasch von der Filmbetrachtung hin zu biografischen und gesellschaftlichen Fragen verlagert. Viele Teilnehmende schilderten starke emotionale Reaktionen: Mitgefühl, Bewunderung, Irritation. Immer wieder wurde Knefs Offenheit hervorgehoben – ihre Weigerung, sich zu schonen oder zu glätten, ihre Fähigkeit, Kritik auszuhalten und ihr Inneres öffentlich zu machen. Gleichzeitig wurde diskutiert, ob diese Offenheit Schutz war oder der Preis ihres Ruhms.

Mehrere Stimmen brachten persönliche Erinnerungen ein: an eine verehrte Figur der Elterngeneration, an frühe Bilder aus Medien und Presse. Andere entdeckten Knef erst durch den Film und waren überrascht von ihrer Klugheit, sprachlichen Präzision und philosophischen Tiefe. Die Aussagen der Tochter wurden als wichtiger, distanzierter Gegenpol wahrgenommen, der Nähe schafft, ohne zu idealisieren.

Filmisch wurde der Dokumentarfilm ambivalent beurteilt. Die Authentizität der Interviews und die Wucht der Persönlichkeit überzeugten, zugleich wurden Zeitsprünge, fehlende Einordnungen und Unübersichtlichkeit kritisch benannt. Das Fazit: Der Film ist nicht immer gelungen, aber die Person trägt ihn.


Eine Figur, die bleibt

Die FILMTALK-Runde war sich einig: Hildegard Knef fasziniert. Als Frau, die Tabus brach, als Künstlerin mit Gestaltungswillen, als öffentliche Figur, die Stärke und Verletzlichkeit zugleich sichtbar machte. Besonders im Kontext des Älterwerdens resonierte ihr Umgang mit Krankheit, Scheitern und öffentlicher Zuschreibung. Der Film wurde weniger als abgeschlossenes Porträt verstanden denn als Einladung, sich weiter mit dieser Zeit, dieser Frau und ihren Musik zu beschäftigen. In der Bewertung erhielt der Film überwiegend 3 von 5 Kameras.

Ein herzlicher Dank gilt allen Gesprächsgästen des FILMTALK 60plus, deren persönliche Erfahrungen, kritische Einschätzungen und Offenheit den Austausch an diesem Nachmittag geprägt und vertieft haben.


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FILMTALK 60plus: Ein Leben in Farbe

Im Rahmen des FILMTALK 60plus haben wir den Film Ein Leben in Farbe gesehen und diskutiert – ein Porträt der Künstlerin Eleanor, das sich konsequent einfachen Deutungen entzieht. Der Film löste sehr unterschiedliche Reaktionen aus: Begeisterung, Irritation, Ablehnung, Bewunderung. Klar wurde schnell: Dieser Film polarisiert – und genau darin liegt seine Kraft.


Der Film – Zwischen Provokation und Selbstentwurf

Ohne klassische Dramaturgie und ohne erklärende Einordnung nähert sich Ein Leben in Farbe der Künstlerin Eleanor. Der Film zeigt sie in Momentaufnahmen: körperlich präsent, kreativ, widersprüchlich, oft bewusst irritierend. Ihr Alltag in New York ist geprägt von Chaos und Konsequenz zugleich, von künstlerischer Arbeit, ungewöhnlichen Beziehungen und einer radikalen Orientierung am Jetzt. Biografische Hintergründe bleiben weitgehend offen – Herkunft, Familie, Lebensstationen werden nur angedeutet. So entsteht kein geschlossenes Porträt, sondern ein fragmentarisches Bild, das sich einfachen Zuschreibungen entzieht und die Zuschauer:innen mit offenen Fragen zurücklässt.


Das FILMTALK-Gespräch – lebendige Kontroverse, neue Sichtweisen

Sabine L. Distler von Curatorium Altern gestalten eröffnete das Gespräch und führte gemeinsam mit Moderatorin Christa Jordan durch eine Diskussion, die von Beginn an von großer Lebendigkeit und gegenseitigem Respekt geprägt war. Die Runde reagierte sehr unterschiedlich auf den Film: von Begeisterung über Ratlosigkeit bis hin zu deutlicher Ablehnung. Gerade diese Spannbreite machte den Austausch besonders intensiv.

Viele Stimmen beschrieben Eleanor als schwer einzuordnende Figur: egozentrisch und dominant für die einen, radikal frei und konsequent für die anderen. Die fehlenden Hintergrundinformationen wurden teils als Mangel, teils als bewusste Offenheit gelesen. Statt sich auf eine gemeinsame Bewertung zu verständigen, öffneten Nachfragen, Widerspruch und Weiterdenken immer wieder neue Sichtweisen auf den Film.

Zentrale Gesprächspunkte waren Eleanors Umgang mit dem Tod, ihre chaotische Lebensweise, die Beziehung zu einem deutlich jüngeren Mann und ihr offenes Spiel mit Körperlichkeit und Eitelkeit. Besonders die Schlussszene – Eleanor tanzend, mit nacktem Oberkörper – wirkte als Brennpunkt der Diskussion: für manche befremdlich, für andere ein kraftvolles Statement von Freiheit und Selbstbehauptung.

Christa Jordan lenkte den Blick immer wieder auf die zugrunde liegende Frage, die den Abend prägte: Was bedeutet Würde im Alter – und wer entscheidet darüber? Die Runde machte deutlich, dass Ein Leben in Farbe Erwartungen bewusst unterläuft und damit gängige Altersbilder infrage stellt.


Ein Film, der irritiert

Die FILMTALK-Runde war sich einig: Ein Leben in Farbe ist kein leicht zugänglicher Film, aber einer, der arbeitet. Er erklärt nicht, er versöhnt nicht – er provoziert und regt zum Weiterdenken an. Die Auseinandersetzung zeigte, wie produktiv ein Film sein kann, der keine Antworten liefert, sondern Reibung erzeugt und zur Selbstbefragung einlädt: über Freiheit, Anpassung, Verletzlichkeit und die Möglichkeit, im Alter eigene Wege zu gehen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Gesprächsgästen des FILMTALK 60plus, deren Offenheit, unterschiedliche Positionen und respektvolle Diskussionskultur diesen Austausch getragen und bereichert haben.


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Warum der FILMTALK 60plus sehenswert ist

Der FILMTALK 60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILMTALK sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet.


FILMTALK 60plus: Mein Weg – 780 km zu mir


 Im Rahmen unseres FILMTALK 60plus haben wir den Film „Mein Weg – 780 km zu mir“ besprochen – eine Pilgergeschichte, die einen älteren Mann auf dem Jakobsweg begleitet und Fragen nach Sinnsuche, Veränderung und Durchhaltewillen im späteren Lebensalter stellt. Im Zentrum steht Bill zugleich Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur, der sich ohne großes Pathos, aber mit viel Gepäck – äußerlich wie innerlich – auf den Camino macht und unterwegs auf Mitpilger:innen, körperliche Grenzen und alte Beziehungsmuster trifft.


Der Film – Zwischen Sinnsuche und Camino-Postkarte

Mit wenig Vorbereitung, körperlichen Einschränkungen und einer spürbaren inneren Unruhe bricht Bill auf. Er weiß zu Beginn selbst nicht genau, warum er läuft, nur dass er „gehen muss“. Die Kamera begleitet ihn durch Dörfer, Herbergen und über Pässe, zeigt Kniebandagen und schmerzverzerrte Momente ebenso wie die stillen Abende mit anderen Pilger:innen. Zugleich fängt sie Momente ein, in denen er versucht, vertraute Muster hinter sich zu lassen, Verantwortung zu übernehmen und allmählich zu begreifen, wonach er auf diesem langen Weg eigentlich sucht. Am Ende erreicht er Santiago – doch die erhoffte Antwort auf die Frage, wer er nach den 780 Kilometern geworden ist, bleibt offen.


Das FILMTALK-Gespräch – kritische Distanz, geteilte Erfahrungen, klare Haltungen

Sabine L. Distler vom Curatorium Altern gestalten eröffnete das Gespräch und führte gemeinsam mit Moderatorin Christa Jordan durch eine Diskussion, die sich rasch vom reinen Filmeindruck hin zu persönlichen Camino-Erfahrungen, Altersbildern und Fragen der Glaubwürdigkeit verlagerte. Die Runde war vielfältig besetzt: Menschen, die den Camino selbst gegangen sind, langjährige Cineast:innen und Neueinsteiger – alle brachten differenzierte Perspektiven ein.

Viele Stimmen beschrieben Bill als schwer zugängliche Figur: oberflächlich erzählt, emotional wenig greifbar und in seiner behaupteten Wandlung kaum überzeugend. Gleichzeitig wurden kleine Momente der Annäherung gewürdigt – eine Entschuldigung, ein zurückgegebenes Handtuch, der Wechsel des Wanderstocks. Diese Ambivalenz prägte das gesamte Gespräch: Kritik an der Inszenierung, aber Interesse an den Fragen, die der Film aufwirft.

Wiederholt rückten jene Passagen in den Vordergrund, in denen der Film ohne Worte auskommt. Landschaft, Musik und symbolische Motive – die Schnecke, der Stock, das Handtuch – entfalten still ihre Wirkung.

Christa Jordan betonte, dass der Film trotz seiner erzählerischen Schwächen eine Kernbotschaft transportiert, die im Alter besondere Resonanz findet: den Mut, vertraute Muster zu verlassen. Die Gruppe griff diesen Gedanken auf und formulierte deutlich, wie wichtig es sei, große Wünsche im Alter zu verfolgen – selbst dann, wenn das Umfeld sagt „Du spinnst“.


Ein Film, der Fragen öffnet

Die FILMTALK-Runde war sich einig: „Mein Weg – 780 km zu mir“ ist kein filmisches Meisterwerk, aber ein Film, der Fragen sichtbar macht: nach Glaubwürdigkeit, nach innerer Bewegung, nach dem Gewicht biografischer Last und nach der Freiheit, dennoch weiterzugehen. Bei der Bewertung erhielt der Film nur 3 von 5 Kameras. Die Diskussion zeigte, wie produktiv ein Film sein kann, der erzählerisch nicht vollständig einlöst, was er verspricht.

Ein herzlicher Dank gilt allen Gesprächsgästen des FILMTALK 60plus, deren persönliche Erfahrungen, kritische Einschätzungen und Offenheit den Austausch an diesem Nachmittag geprägt und vertieft haben.


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FILMTALK 60plus: Fitness California


„Fitness California“ – Ringerfreundschaft, Muskelkraft und gelebte Haltung

Im Rahmen unseres FILMTALK 60plus haben wir den Dokumentarfilm „Fitness California“ von Nadine Zacharias besprochen – ein Film, der mit großer Wärme, feinem Humor und ethnografischem Blick in das Herz eines außergewöhnlichen Fitnessstudios führt. Im Zentrum stehen drei ehemalige Ringeridole, die zeigen, wie aus sportlichem Ehrgeiz lebenslange Freundschaft und gesellschaftliches Engagement werden kann.

Der Film – Zwischen Utopie und Nostalgie

Es ist ein endlos heißer Sommer in Freiburg. Im altehrwürdigen Kraftraum Fitness California trifft die Vergangenheit auf die Gegenwart: Adolf Seger, Bernd Fleig und Mario Sabatini – einst gefeierte Ringer in den 60er und 70er Jahren – trainieren hier noch immer mit sichtbarer Freude, eiserner Disziplin und ansteckender Herzlichkeit. Nach ihrer aktiven Sportkarriere surften sie auf der „kalifornischen Fitnesswelle“ der 1980er Jahre und gründeten ihr eigenes Studio. Bis heute leiten sie Fitness California – ein Ort, an dem sich Freizeit- und Leistungssportler:innen, Para-Athlet:innen und Jugendliche begegnen. Der Film zeigt sie nicht als Helden vergangener Zeiten, sondern als aktive Gestalter, die trotz Rückschlägen nie die Bodenhaftung verloren haben. Es ist ein Film über Körperlichkeit, Gemeinschaft und die Kraft des Alltags – leise, nah und zutiefst menschlich.


Das FILMTALK-Gespräch – Nähe, Respekt und Haltung

Sabine L. Distler vom Curatorium Altern gestalten begrüßte die Regisseurin Nadine Zacharias, die im Anschluss mit Moderatorin Christa Jordan und den Talkteilnehmerinnen über die Entstehung und Bedeutung des Films diskutierte.

Nadine Zacharias, selbst Ethnologin, spricht über ihre Beweggründe, diesen Film zu machen, und beschreibt die besondere Nähe zu den Protagonisten. Sie berichtet über die Herausforderung, ganz ohne Off-Kommentar auszukommen, und wie dadurch ein sehr direktes, stilles und ehrliches Bild der Charaktere entsteht. Die zurückhaltende Kameraarbeit ermögliche den Zuschauer:innen, sich ihren eigenen Zugang zu den Geschichten zu schaffen.

Moderatorin Christa Jordan betonte, wie gelungen der Film die Themen Freundschaft, gelebtes Altern und gesellschaftliche Teilhabe im Sportumfeld verbindet. Besonders eindrücklich fand sie den respektvollen Blick auf das Älterwerden, das hier nicht als Rückzug, sondern als aktive Lebensphase dargestellt wird.

FILMTALK Gast Brigitte lobte die „atmende Kamera“ und das Vertrauen in die Wirkung der Bilder: „Es wird nichts erklärt – und genau das macht den Film so besonders.“


Sport als Widerstandskraft und Begegnungsort

Im Talk wurde auch über die Bedeutung von Orten wie Fitness California nachgedacht – besonders vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Fitnessstudios, so das Fazit, sind mehr als Orte der körperlichen Ertüchtigung: Sie bieten Stabilität, Begegnung, Zugehörigkeit – gerade im Alter.

Auch der generationenübergreifende Aspekt wurde betont: Nadine Zacharias wünscht sich, dass auch junge Menschen ab 18 Jahren den Film sehen – nicht nur wegen der sportlichen Aspekte, sondern auch, um zu erkennen, „dass Haltung, Humor und Solidarität keine Altersgrenzen kennen.“


Ein Film, der bleibt

„Fitness California“ ist ein Film voller Haltung, aber ohne Pathos. Ein Film über Muskelkraft, aber vor allem über Herz. Über Ringen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Und über Freundschaft, die auch jenseits der sportlichen Bühne nicht endet.

Ein großer Dank gilt Nadine Zacharias für diesen sensiblen, vielschichtigen Film – und allen Gesprächsgästen des FILMTALK 60plus, die den Austausch durch ihre persönlichen Perspektiven bereichert haben.


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Warum der FILMTALK 60plus sehenswert ist

Der FILMTALK 60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILMTALK sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet.


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FILMTALK: Altersglühen – Speeddating für Senioren


Einblicke in den Film Altersglühen – Speeddating für Senioren

In diesem FILMTALK 60plus dreht sich alles um den humorvollen und gleichzeitig tiefgründigen Film „Altersglühen – Speeddating für Senioren“, der die Themen Einsamkeit und zwischenmenschliche Nähe im Alter auf besondere Weise beleuchtet. In einem Gespräch zwischen Moderatorin Christa, Anke Fritz und Ria teilen die Teilnehmenden ihre Eindrücke und Erfahrungen rund um den preisgekrönten Film und schaffen einen Brückenschlag zur Arbeit des FILMBeirat 60plus, der das Ziel verfolgt, Filme für ältere Menschen zugänglicher zu machen und ihre Relevanz in den Fokus zu rücken.

FILMTALK 60plus I Schnitt: Peter Kollross (FILM Beirat60plus)

Filmbeschreibung: „Altersglühen – Speeddating für Senioren“

Der Film „Altersglühen – Speeddating für Senioren“ (2014) basiert auf einem Hörspiel von Jan Georg Schütte und ist ein einzigartiges Werk im deutschen Kino. Er erzählt von sieben Frauen und sechs Männern, die sich im Alter zwischen 60 und 80 Jahren in einer besonderen Situation befinden: einem Speeddating-Event, in dem sie nach einem Partner oder einer Begleitung für den letzten Lebensabschnitt suchen. Die Figuren, gespielt von bekannten Theater- und Filmschauspieler, sind von den Herausforderungen und Sehnsüchten ihrer Charaktere geprägt, was die dargestellten Dialoge besonders authentisch macht. Anstatt einem festen Drehbuch zu folgen, improvisierten die Darsteller ihre Gespräche, was den Film auf eine bewegende Weise lebendig und unvorhersehbar macht.

Warum der FILM Talk sehenswert ist

In unserem FILMTALK 60plus nehmen sich Moderatorin Christa und die Gesprächspartner Anke, Fritz und Ria dem Film mit persönlichem Blick und reflektierten Kommentaren an. Jede/r von ihnen hat den Film bereits mehrfach gesehen und zeigt Begeisterung für die filmische Umsetzung. Besonders die improvisierten Dialoge und die Intimität der Kameraarbeit hinterlassen einen tiefen Eindruck.

Die Teilnehmenden bringen interessante Perspektiven ein, die den Wert des Films unterstreichen. Ria betont beispielsweise: „Die Schauspieler und Schauspielerinnen verstehen ihr Handwerk. Man merkt, dass sie sehr genau wissen, wie sie solche Charaktere darstellen können.“ Diese Authentizität ermöglicht den Zuschauern, sich in die Charaktere hineinzuversetzen, die alle auf ihre Weise Einsamkeit empfinden und doch zueinander finden möchten.

Anke erinnert sich besonders an eine Szene, in der einer der Teilnehmer fragt, ob er attraktiv wirkt. Für sie bricht diese Szene mit Klischees und fügt dem Film eine neue Dimension hinzu: „Es ist normalerweise eine Frage, die eher von Frauen kommt, aber hier sehen wir Männer in der Rolle der Fragenden. Das hat mich wirklich überrascht.“ Auch die Nähe der Kamera, die intime Momente einfängt und gleichzeitig Raum für die Emotionen der Darsteller lässt, wird positiv hervorgehoben.

Fazit und Bewertung 

Alle Beteiligten sind sich einig, dass die schauspielerischen Leistungen und die Art der Improvisation herausragend sind. Der Film nutzt versteckte Kameras, die es ermöglichen, die Charaktere in intimen Momenten zu zeigen und die Tiefe ihrer Emotionen sichtbar zu machen. Allerdings gibt es im Verlauf des Films einige Längen, die dem Erlebnis etwas an Dynamik nehmen.

Im Filmtalk bewerten die Beteiligten den Film mit vier von fünf Kameras. Besonders beeindruckt sind sie von der authentischen Schauspielkunst und der einzigartigen improvisierten Herangehensweise, die eine bemerkenswerte Nähe zu den Charakteren schafft. Ria beschreibt die schauspielerische Leistung als herausragend und betont: „Es ist unglaublich, wie authentisch die Darsteller wirken. Man spürt die tiefe Verbundenheit der Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihren Rollen.“ Anke lobt ebenfalls die ungeschliffenen Dialoge und die rohe Emotionalität, die durch die versteckten Kameras eingefangen wird: „Die Kamera kommt den Figuren wirklich nahe und lässt uns die Gefühle der Einsamkeit und Sehnsucht hautnah erleben.“

Dennoch sehen die Teilnehmerinnen auch Schwächen. So weist Fritz auf einige Längen im Film hin, die das Erlebnis leicht ausbremsen: „An manchen Stellen wirken die Szenen etwas wiederholend. Da hätte man es ruhig ein bisschen kürzer halten können.“ Christa ergänzt: „Ich gebe dem Film gerne vier Kameras, weil er mit einem wichtigen Thema spielerisch und zugleich ernsthaft umgeht, aber manchmal fehlt es an Tempo.“

Diese differenzierte Bewertung spiegelt wider, wie „Altersglühen – Speeddating für Senioren“ gleichzeitig emotional berührt und durch seine Ehrlichkeit beeindruckt. Die Begeisterung für die Improvisation und die Nähe, die durch die filmische Umsetzung entsteht, bleibt jedoch unangefochten und verleiht dem Film seine ganz eigene Stärke.

Ein Film für Nähe und Lebensrealitäten im Alter

Die Arbeit des FILM Beirat 60plus ist eng verbunden mit dem Anliegen dieses Films. Der Beirat setzt sich dafür ein, Filme zu fördern, die ältere Menschen repräsentieren und ihre Perspektiven aufgreifen. „Altersglühen – Speeddating für Senioren“ spricht eine breite Palette an Themen an, die im Alltag älterer Menschen präsent sind: Einsamkeit, der Wunsch nach Nähe und die Überwindung von gesellschaftlichen Klischees. Dieser Film zeigt auf charmante Weise, dass man sich auch im Alter trauen darf, sich neuen Begegnungen zu öffnen – eine Botschaft, die sich der FILM Beirat 60plus ebenfalls auf die Fahnen geschrieben hat.

Link zum Film ALTERSGLÜHEN – SPEEDDATING FÜR SENIOREN in der ARD Mediathek bis 7.7.2025

Weitere Informationen

Besuchen Sie www.filmbeirat60plus.info für mehr Informationen über den FILM Beirat60plus und weitere spannende Diskussionen und Analysen zu bedeutenden Filmen. Und verpassen Sie nicht die Gelegenheit, „The Father“ in der ARD Mediathek zu sehen – ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch tief berührt und zum Nachdenken anregt.

Link zum Film in der ARD Mediathek

Warum der FILM Talk sehenswert ist

Der FILM Talk des FILMbeirats60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILM Talk sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet. Der FILM Talk ist eine Initiative des FILMbeirats60plus, die zeigt, wie wertvoll und bereichernd der Austausch über Filme sein kann.


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FILMTALK: THE FATHER


FILM Talk Beirat60plus: Eine tiefgehende Analyse von „The Father“

Der bundesweite FILM Beirat60plus präsentiert eine neue und tiefgreifende Folge der beliebten Serie FILMTALK. Dieses Mal haben sich Christa (Landsberg), Gabriele (Nürnberg) und Peter (Regensburg) zusammengefunden, um das preisgekrönte Filmdrama „The Father“ zu besprechen. Der Film, der bis zum 17. August 2024 in der ARD Mediathek verfügbar ist, bietet eine eindringliche Darstellung des Themas Demenz und hat sowohl Kritiker als auch Zuschauer tief berührt.

Link zum Film THE FATHER in der ARD Mediathek

Warum der FilmTALK sehenswert ist

Der Film: „The Father“

„The Father“ ist ein französisch-britisches Filmdrama aus dem Jahr 2020, das von Florian Zeller inszeniert wurde. Der Film basiert auf Zellers eigenem Theaterstück und feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival im Januar 2020. Mit herausragenden Darstellungen von Anthony Hopkins und Olivia Colman beleuchtet der Film die Herausforderungen und die Verwirrung, die mit Demenz einhergehen.

Kurzinhalt: Anne (Olivia Colman) ist besorgt um ihren Vater Anthony (Anthony Hopkins), der trotz seines hohen Alters und seiner nachlassenden geistigen Fähigkeiten jede Unterstützung ablehnt. Als Anne ihm eröffnet, dass sie nach Paris ziehen wird, gerät Anthonys Realität ins Wanken. Er beginnt, an seiner Umgebung und seiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Die Diskutanten: Christa, Gabriele und Peter

Gabriele war tief berührt von der realistischen Darstellung der Demenz. „Ich war betroffen und kenne selbst diese Situation mit dementen Kranken. Der Film zeigt gut, wie überfordert die Betroffenen sind,“ sagte sie.

Peter fühlte sich während des Films oft selbst verwirrt und verunsichert, was die starke Wirkung des Films unterstreicht. „Während des Films war ich oft überrascht und verunsichert. Man merkt, dass die Realität oft anders ist, als man sie wahrnimmt,“ erklärte er.

Christa fand die schauspielerische Leistung von Anthony Hopkins und Olivia Colman beeindruckend. „Ich fand die schauspielerische Leistung von beiden unglaublich. Der Film hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt,“ äußerte sie.

In der Diskussion vertiefte sich Gabriele in die persönlichen Herausforderungen, die Angehörige von Demenzkranken bewältigen müssen. Sie erklärte: „Man kann das nur durchstehen, wenn man sich abgrenzt und den Menschen als solchen anerkennt.“ Peter sprach darüber, wie der Film die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lässt: „Ich habe mich oft gefragt, ob das, was ich sehe, wirklich passiert oder nur eine Fantasie ist.“ Christa stimmte zu und fügte hinzu: „Die Darstellung der Verwirrung und Unsicherheit war äußerst realistisch und hat mich tief bewegt.“

Ein Film zum Nachdenken und Darüberreden

Christa lenkte die Diskussion als Moderatorin auf mehrere wichtige Aspekte des Films:

  • Die Verwirrung und Unsicherheit: Christa wollte wissen, wie die anderen die Darstellung der Verwirrung durch Anthonys Demenz wahrgenommen haben. Sie fand die Verwirrung im Film sehr realistisch und bewegend.
  • Die emotionale Belastung der Angehörigen: Sie fragte Gabriele und Peter, wie sie die Belastung empfanden, die Anne als pflegende Tochter durchmachte, und wie realistisch sie die Herausforderungen fanden.
  • Die schauspielerische Leistung: Christa hob hervor, wie beeindruckend Anthony Hopkins und Olivia Colman die Charaktere verkörperten und wollte die Meinungen der anderen zu den schauspielerischen Leistungen hören.
  • Die Symbolik im Film: Sie interessierte sich dafür, wie die anderen die Symbolik und die visuellen Metaphern im Film interpretierten, insbesondere die Szenen, die Anthonys mentale Zerrissenheit darstellen.

Fazit und Bewertung

Am Ende der Diskussion waren sich alle einig, dass „The Father“ ein außergewöhnlicher Film ist, der das Thema Demenz auf eine tief berührende und eindringliche Weise behandelt. ChristaGabriele und Peter gaben dem Film einstimmig die Höchstbewertung von 5 von 5 Kameras. Der Film hat sie alle nachhaltig beeindruckt und ist absolut empfehlenswert.

Weitere Informationen

Besuchen Sie www.filmbeirat60plus.info für mehr Informationen über den FILM Beirat60plus und weitere spannende Diskussionen und Analysen zu bedeutenden Filmen. Und verpassen Sie nicht die Gelegenheit, „The Father“ in der ARD Mediathek zu sehen – ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch tief berührt und zum Nachdenken anregt.

Link zum Film in der ARD Mediathek

Warum der FILM Talk sehenswert ist

Der FILM Talk des FILMbeirats60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILM Talk sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet. Der FILM Talk ist eine Initiative des FILMbeirats60plus, die zeigt, wie wertvoll und bereichernd der Austausch über Filme sein kann.


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FILMTALK: DIE ZEIT MIT EUCH


FilmTALK Beirat60plus: Ein Blick auf den Fernsehfilm „Die Zeit mit Euch“

Der bundesweite FILM Beirat60plus präsentiert eine neue Folge der beliebten Serie FilmTALK. Dieses Mal haben sich Christa und Brigitte zusammengefunden, um den deutschen Spielfilm „Die Zeit mit Euch“ aus dem Jahr 2014 zu besprechen. Der Film, der bis zum 23. März 2025 in der ARD Mediathek verfügbar ist, bietet reichlich Diskussionsstoff, den unsere engagierten Beiratsmitglieder gründlich analysieren.

Kurzinhalt: Drei Paare, sechs Freunde – alle mit großen Plänen für die Zukunft. Doch nach einem folgenreichen Dinner ist nichts mehr, wie es vorher war.

Der Film: „Die Zeit mit Euch“

„Die Zeit mit Euch“ ist ein deutsches Filmdrama, das von Regisseur Stefan Krohmer inszeniert und von Gabriele Kreis geschrieben wurde. Mit einer beeindruckenden Besetzung, darunter Ulrike Kriener, Herbert Knaup, Henry Hübchen, Leslie Malton und Johanna Gastdorf, erzählt der Film die Geschichte eines gemütlichen Treffens unter alten Freunden, das unerwartete Wendungen nimmt und das Leben der Beteiligten nachhaltig verändert.

Link zum Film in der ARD Mediathek

Warum der FilmTALK sehenswert ist

Der FilmTALK mit Christa und Brigitte bietet eine einzigartige Möglichkeit, „Die Zeit mit Euch“ aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und tiefere Einsichten in die komplexen Themen des Films zu gewinnen. Ihre Diskussion ist sowohl informativ als auch anregend. Für alle, die eine Leidenschaft für Film haben und die Freude an tiefgründigen Diskussionen teilen, ist der FilmTALK des FILM Beirats60plus ein absolutes Highlight. Schalten Sie ein und lassen Sie sich von Christa und Brigitte auf eine spannende Reise durch die Welt von „Die Zeit mit Euch“ mitnehmen.

Themen der Diskussion

In ihrem FilmTALK gehen Christa und Brigitte auf verschiedene Aspekte des Films ein:

  • Charaktere und ihre Entwicklungen: Wie verändern sich die Protagonisten im Laufe des Films? Welche Motive und inneren Konflikte treiben sie an?
  • Zwischenmenschliche Beziehungen: Welche Dynamiken entstehen zwischen den sechs Freunden? Wie beeinflussen diese die Handlung und das Schicksal der Charaktere?
  • Gesellschaftliche Themen: Welche größeren gesellschaftlichen und persönlichen Themen werden im Film behandelt? Wie spiegeln sie die Realität wider?
  • Regie und Drehbuch: Wie tragen die Regie von Stefan Krohmer und das Drehbuch von Gabriele Kreis zur Wirkung des Films bei?

Die Diskutantinnen: Christa und Brigitte

Christa hebt hervor, dass die Frauen im Film diejenigen sind, die das zentrale Thema aufbrechen. Ihrer Meinung nach vermittelt der Film die Botschaft, dass „wir uns alle verändern können.“ Diese positive Sichtweise auf die Möglichkeit persönlicher Entwicklung und Veränderung zieht sich durch ihre gesamte Analyse.

Brigitte hingegen findet, dass der Film zu sehr von „Friede, Freude, Eierkuchen“ geprägt ist. Sie versteht nicht, warum so viele Menschen im Film nicht wissen, was sie nach der Rente machen sollen und wie sie ihr Leben gestalten können. Sie kritisiert die Darstellung der Rollenbilder als veraltet und meint, dass der Film die aktuelle Generation nicht adäquat repräsentiert.

Aus diesen Gründen vergeben die Diskutantinnen dem Film nur 3,5 von möglichen 5 Kameras.

Weitere Informationen

Besuchen Sie www.filmbeirat60plus.info für mehr Informationen über den FILM Beirat60plus und weitere spannende Diskussionen und Analysen zu bedeutenden Filmen. Und verpassen Sie nicht die Gelegenheit, „Die Zeit mit Euch“ in der ARD Mediathek zu sehen – ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Warum der FILM Talk sehenswert ist

Der FILM Talk des FILMbeirats60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILM Talk sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet. Der FILM Talk ist eine Initiative des FILMbeirats60plus, die zeigt, wie wertvoll und bereichernd der Austausch über Filme sein kann.


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FILMTALK: LIEBE


Einblick in das Filmdrama von Michael Haneke „LIEBE“

Der bundesweite FILMbeirat60plus setzt sein spannendes Format fort: den FILM Talk. Hier sichten Mitglieder des Beirats Filme und teilen ihre Einsichten und Diskussionen mit einem breiteren Publikum. Diesmal steht das Filmdrama von Michael Haneke aus dem Jahr 2012 im Mittelpunkt.

Michael Haneke: Meister des Filmdramas

Michael Haneke ist ein renommierter österreichischer Regisseur und Drehbuchautor, der für seine tiefgründigen und oft provokanten Filme bekannt ist. Sein Werk aus dem Jahr 2012, das im FILM Talk behandelt wird, hat weltweit Beachtung gefunden und zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Haneke ist bekannt für seine Fähigkeit, komplexe und oft unbequeme Themen mit einer bemerkenswerten Tiefe und Sensibilität zu behandeln.

Das FILM Talk Format

Für den FILM Talk haben sich Christa und Peter, zwei engagierte Mitglieder des FILMbeirats60plus, zusammengetan, um dieses besondere Filmdrama zu besprechen. Beide bringen ihre eigene Perspektive und ihre reichen Lebenserfahrungen in die Diskussion ein, was den Dialog besonders bereichernd macht.

Die Diskussion: Tiefgang und neue Perspektiven

In ihrer Diskussion über Hanekes Werk von 2012 tauchen Christa und Peter tief in die Thematik des Films ein. Sie analysieren die Charaktere, die Handlung und die filmischen Techniken, die Haneke verwendet, um seine Botschaften zu vermitteln. Dabei gehen sie auch auf die gesellschaftlichen und psychologischen Aspekte des Films ein, was den Zuschauern neue Perspektiven und ein tieferes Verständnis ermöglicht.

Themen des Gesprächs
  • Charakterentwicklung und Beziehungen: Wie entwickelt Haneke seine Charaktere, und welche Beziehungen stehen im Mittelpunkt des Films?
  • Gesellschaftliche Reflexionen: Welche gesellschaftlichen Themen werden im Film behandelt, und wie spiegeln sie die Realität wider?
  • Filmische Techniken: Welche besonderen filmischen Mittel setzt Haneke ein, um seine Geschichte zu erzählen?

Filmdrama, 2012, Regisseur und Drehbuchautor Michael Haneke

Darsteller: Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert, Alexandre Tharaud, William Shimell, Carole Franck Regie: Michael Haneke Drehbuch: Michael Haneke Kamera: Darius Khondji Produzent: Margaret Menegoz, Stefan Arndt, Veit Heiduschka, Michael Katz


Zum Filminhalt

Der pensionierte Musikwissenschaftler Georges hat das Leben an der Seite seiner Frau Anne verbracht. Mit ihrem Schlaganfall, der die Klavierlehrerin an den Rollstuhl fesselt, ändert sich für den über 80-Jährigen einiges. So gut es geht, kümmert der gebrechliche Georges sich um seine Frau, der er das Pflegeheim ersparen will. Ein zweiter Schlaganfall stellt ihre jahrzehntelange Liebe vor eine Zerreißprobe.

Interesse am Film? – in der ARTE Mediathek bis 14.10.2024 zu sehen

Warum der FILM Talk sehenswert ist

Der FILM Talk des FILMbeirats60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILM Talk sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet. Der FILM Talk ist eine Initiative des FILMbeirats60plus, die zeigt, wie wertvoll und bereichernd der Austausch über Filme sein kann.


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FILMTALK: Die Unbeugsamen


Der FILMbeirat60plus hat sich mit den Dokumentarfilm von Torsten Körner beschäftigt.

Im FILMTALK: Barbara aus Trier und Hannelore aus Hannover.

Dokumentarfilm, Deutschland, 2021, 1h 44min, Regisseur: Torsten Körner


„DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. 

Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner („Angela Merkel – Die Unerwartete“) eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung geglückt. “

noch mehr Infos zum Film unter:

https://www.dieunbeugsamen-film.de/index.html

Warum der FILM Talk sehenswert ist

Der FILM Talk des FILMbeirats60plus bietet eine einzigartige Gelegenheit, Filme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und tiefer in die Materie einzutauchen. Die FILM Beiräte60plus liefern durch ihre unterschiedlichen Hintergründe und ihre gemeinsame Leidenschaft für Film eine bereichernde Diskussion, die sowohl informativ als auch unterhaltsam ist.Für alle Filmliebhaber und diejenigen, die tiefer in die Welt des Kinos eintauchen möchten, ist der FILM Talk sehenswert. Er bietet nicht nur eine Analyse eines bedeutenden Films, sondern auch eine Plattform für den Austausch von Gedanken und Ideen, die über den Film hinausgehen.Schalten Sie ein und lassen Sie sich von von uns auf eine filmische Reise mitnehmen, die Ihnen neue Einsichten und ein tieferes Verständnis für die Kunst des Films bietet. Der FILM Talk ist eine Initiative des FILMbeirats60plus, die zeigt, wie wertvoll und bereichernd der Austausch über Filme sein kann.